Uridinmonophosphat (kurz UMP) taucht immer häufiger in Nahrungsergänzungsmitteln auf – oft ohne dass erklärt wird, was genau dahintersteckt. In diesem Ratgeber erfährst du sachlich und mit Quellen, was UMP ist, wo es natürlich vorkommt, wie es üblicherweise eingenommen wird und worauf du beim Kauf von UMP-Kapseln achten solltest.
Das Wichtigste in Kürze
- UMP ist ein Nukleotid – ein Baustein der RNA, den der Körper auch selbst herstellt.
- In Nahrungsergänzungsmitteln wird meist Uridin-5′-monophosphat-Dinatriumsalz verwendet, typischerweise 250–500 mg pro Tag.
- In Lebensmitteln steckt Uridin überwiegend als RNA, die im Verdauungstrakt größtenteils abgebaut wird.
- Für UMP gibt es in der EU keine zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben. Seriöse Anbieter machen deshalb keine Wirkversprechen.
- Beim Kauf zählen: Menge pro Tagesdosis, Zusatzstoffe, Kapselhülle, Laboranalyse und der Preis pro Tagesdosis.
Inhalt
- Was ist Uridinmonophosphat?
- Uridin, UMP, Uridinmonophosphat – der Unterschied
- Kommt UMP in Lebensmitteln vor?
- Was sagt die Forschung?
- Einnahme: Dosierung, Tageszeit und Dauer
- Nebenwirkungen und wer vorsichtig sein sollte
- UMP kaufen: 6 Kriterien für gute Kapseln
- Häufige Fragen
Was ist Uridinmonophosphat?
Uridinmonophosphat (auch Uridin-5′-monophosphat, 5′-Uridylsäure oder kurz UMP) ist ein Nukleotid. Es besteht aus drei Teilen: der Base Uracil, dem Zucker Ribose und einer Phosphatgruppe. Nukleotide wie UMP sind die Bausteine der Ribonukleinsäure (RNA), die in jeder Zelle vorkommt.
UMP ist kein Vitamin und kein essenzieller Nährstoff: Der Körper kann es selbst bilden. Das geschieht über die sogenannte De-novo-Pyrimidinsynthese, deren letzter Schritt vom Enzym UMP-Synthase katalysiert wird. Aus UMP entstehen anschließend weitere Pyrimidin-Nukleotide.
| Name | Uridin-5′-monophosphat (UMP), 5′-Uridylsäure |
| Stoffklasse | Ribonukleotid (Pyrimidin-Nukleotid) |
| Summenformel | C₉H₁₃N₂O₉P |
| CAS-Nummer | 58-97-9 |
| Form in Kapseln | meist Uridin-5′-monophosphat-Dinatriumsalz |
Uridin, UMP, Uridinmonophosphat – was ist der Unterschied?
Die Begriffe werden im Alltag oft gleichbedeutend verwendet, sind chemisch aber nicht identisch:
- Uridin ist ein Nukleosid: Uracil plus Ribose, ohne Phosphatgruppe.
- Uridinmonophosphat (UMP) ist das dazugehörige Nukleotid: Uridin mit einer angehängten Phosphatgruppe.
- UMP-Dinatriumsalz ist die Salzform, die in Nahrungsergänzungsmitteln üblich ist, weil sie stabil und gut zu verarbeiten ist.
Wenn auf einem Produkt „Uridin“ steht, lohnt sich deshalb ein Blick in die Zutatenliste: Dort sollte die genaue Form und Menge angegeben sein.
Kommt UMP in Lebensmitteln vor?
Uridin ist in vielen Lebensmitteln enthalten – allerdings überwiegend gebunden in RNA. Genannt werden unter anderem:
- Bierhefe (etwa 1,7 % der Trockenmasse)
- Tomaten (etwa 0,5–1,0 g pro kg Trockenmasse)
- Innereien wie Leber
- Brokkoli
- Produkte aus Ziegen- und Schafsmilch
Der Haken: Uridin aus RNA wird im Magen-Darm-Trakt und in der Leber zum großen Teil abgebaut, bevor es in den Blutkreislauf gelangt. Über normale Lebensmittel lässt sich die Uridin-Menge im Blut deshalb kaum gezielt beeinflussen.
Eine Besonderheit ist Muttermilch: Sie enthält Nukleotide, darunter UMP. In der EU dürfen Säuglingsanfangsnahrung und Folgenahrung deshalb Nukleotide zugesetzt werden – für UMP bis zu 1,75 mg pro 100 kcal (Delegierte Verordnung (EU) 2016/127).
Was sagt die Forschung?
UMP ist vor allem Gegenstand der Grundlagenforschung. Bekannt sind Arbeiten der Forschungsgruppe um Richard Wurtman am Massachusetts Institute of Technology (MIT). Sie untersuchten, wie Uridin zusammen mit Cholin und der Omega-3-Fettsäure DHA als Ausgangsstoff für Phospholipide dient – die Bausteine von Zellmembranen. Diese Studien wurden überwiegend an Tieren (z. B. Rennmäusen) durchgeführt.
Aus solchen Laborergebnissen lassen sich keine Aussagen über die Wirkung eines Nahrungsergänzungsmittels beim Menschen ableiten. Wichtig für dich als Verbraucher: Für UMP hat die EU bisher keine gesundheitsbezogenen Angaben zugelassen (EU-Register nach Verordnung (EG) Nr. 1924/2006). Anbieter dürfen UMP-Produkte deshalb nicht mit Wirkungen auf Körperfunktionen bewerben. Wenn dir jemand konkrete Effekte verspricht, ist Skepsis angebracht.
Einnahme: Dosierung, Tageszeit und Dauer
Welche Dosierung ist üblich?
Eine offiziell festgelegte Tagesdosis gibt es für UMP nicht. Auf dem Markt sind Kapseln mit 150 bis 300 mg pro Kapsel verbreitet; die empfohlene Verzehrmenge liegt meist bei 250–500 mg pro Tag. Entscheidend ist immer die Verzehrempfehlung auf dem jeweiligen Produkt – und die solltest du nicht überschreiten.
Wann sollte man UMP einnehmen?
Viele Hersteller empfehlen, die Tagesmenge aufzuteilen, zum Beispiel eine Kapsel morgens und eine abends, jeweils mit einem Glas Wasser. Ob du UMP zu einer Mahlzeit nimmst, ist vor allem eine Frage der Verträglichkeit: Wer einen empfindlichen Magen hat, nimmt Kapseln oft lieber zum Essen. Am wichtigsten ist eine feste Routine, damit du die Einnahme nicht vergisst.
Wie lange kann man UMP einnehmen?
Eine feste Höchstdauer ist nicht definiert. Halte dich an die Angaben des Herstellers und sprich bei längerer Einnahme, Vorerkrankungen oder Medikamenten mit deinem Arzt oder Apotheker.
Womit wird UMP häufig kombiniert?
Angelehnt an die oben genannte Forschung wird UMP häufig zusammen mit einer Cholinquelle (z. B. Citicolin oder Alpha-GPC) und Omega-3-Fettsäuren (DHA) eingenommen. Auch die Kombination mit Phosphatidylserin ist verbreitet. Wenn du mehrere Präparate kombinierst, prüfe die Gesamtmengen und im Zweifel die Rücksprache mit einer Fachperson.
Nebenwirkungen und wer vorsichtig sein sollte
Speziell zu UMP als Nahrungsergänzung ist die Datenlage begrenzt; eine eigene Sicherheitsbewertung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) für UMP-Nahrungsergänzungsmittel gibt es bislang nicht. Einige Punkte helfen bei der Einordnung:
- Verzehrempfehlung einhalten. Mehr ist nicht besser – die angegebene Tagesmenge nicht überschreiten.
- Verträglichkeit beobachten. Wenn du Beschwerden bemerkst, setze das Produkt ab.
- Uridin ist ein Pyrimidin. Harnsäure entsteht beim Abbau von Purinen, nicht von Pyrimidinen.
- Vorher ärztlich abklären solltest du die Einnahme in Schwangerschaft und Stillzeit, bei Vorerkrankungen oder wenn du regelmäßig Medikamente nimmst.
- Nicht für Kinder und Jugendliche gedacht, sofern der Hersteller nichts anderes angibt.
UMP kaufen: 6 Kriterien für gute Kapseln
Ob in der Apotheke, in der Drogerie oder online: Diese Punkte helfen dir, Produkte fair zu vergleichen.
- Menge pro Kapsel und pro Tagesdosis. Achte darauf, wie viel UMP die empfohlene Tagesmenge insgesamt liefert – nicht nur eine Kapsel.
- Klar angegebene Form. Seriöse Produkte nennen die genaue Verbindung, z. B. „Uridin-5′-monophosphat-Dinatriumsalz“.
- Zusatzstoffe. Je kürzer die Zutatenliste, desto besser: idealerweise ohne unnötige Füll- und Trennmittel, Aromen oder Süßungsmittel.
- Kapselhülle. Hüllen aus Hypromellose (HPMC) sind pflanzlich und vegan, Gelatinekapseln sind es nicht.
- Laboranalyse und Herkunft. Frage nach Laborprüfungen auf Reinheit und Schadstoffe und nach dem Herstellungsort (z. B. EU).
- Preis pro Tagesdosis. Der Packungspreis allein sagt wenig. Rechne: Preis ÷ (Kapseln pro Dose ÷ Kapseln pro Tag).
Rechenbeispiel: Eine Dose mit 60 Kapseln à 250 mg reicht bei 2 Kapseln täglich für 30 Tage. Kostet sie 29,99 €, liegt der Preis bei rund 1,00 € pro Tag für 500 mg UMP.
UMP bei VIZMO
Transparent zusammengefasst, was in unseren VIZMO Uridinmonophosphat Kapseln steckt:
- 250 mg Uridin-5′-monophosphat-Dinatriumsalz pro Kapsel, 2 Kapseln täglich (500 mg)
- 60 Kapseln = 30 Tage, Kapselhülle aus Hypromellose (vegan)
- Ohne Aromen, Süßungsmittel und Gelatine; gluten- und laktosefrei
- Hergestellt in der EU, laborgeprüft
- 29,99 € pro Dose (1,00 € pro Tag), ab 3 Dosen 25,49 € pro Dose (0,85 € pro Tag)
Häufige Fragen zu Uridinmonophosphat
UMP ist ein körpereigener Baustein der RNA und Ausgangsstoff für weitere Pyrimidin-Nukleotide. Als Nahrungsergänzung ist es vor allem durch Grundlagenforschung zu Bausteinen von Zellmembranen bekannt geworden. Zugelassene gesundheitsbezogene Angaben gibt es für UMP in der EU nicht.
Das hängt von deinen persönlichen Zielen und deiner Ernährung ab. Ein UMP-Mangel ist nicht beschrieben, weil der Körper UMP selbst bildet. Wenn du UMP ausprobieren möchtest, wähle ein transparentes Produkt, halte dich an die Verzehrempfehlung und kläre die Einnahme bei Vorerkrankungen oder Medikamenten vorher ärztlich ab.
Üblich ist, die Tagesmenge aufzuteilen, zum Beispiel eine Kapsel morgens und eine abends mit einem Glas Wasser. Wer einen empfindlichen Magen hat, nimmt die Kapseln gern zu einer Mahlzeit. Wichtiger als die Uhrzeit ist eine regelmäßige Routine.
Speziell zu UMP als Nahrungsergänzung ist die Datenlage begrenzt, und es gibt keine eigene EFSA-Sicherheitsbewertung dafür. Halte dich an die empfohlene Tagesmenge und setze das Produkt ab, wenn du Beschwerden bemerkst. In Schwangerschaft und Stillzeit, bei Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme vorher ärztlich abklären.
Das hängt von Kapselzahl und Verzehrempfehlung ab. Eine Dose mit 60 Kapseln reicht bei 2 Kapseln täglich 30 Tage.
Ja, UMP wird häufig zusammen mit einer Cholinquelle (z. B. Citicolin oder Alpha-GPC) und DHA-haltigem Omega-3 eingenommen. Prüfe bei Kombinationen die Gesamtmengen und halte die jeweiligen Verzehrempfehlungen ein.
Das hängt vor allem von der Kapselhülle ab. Kapseln aus Hypromellose (HPMC) sind pflanzlich, Gelatinekapseln nicht. VIZMO UMP Kapseln sind vegan.
Quellen
- Delegierte Verordnung (EU) 2016/127 über Säuglingsanfangsnahrung und Folgenahrung, Anhang I und II (Nukleotide). EUR-Lex
- Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 und EU-Register der nährwert- und gesundheitsbezogenen Angaben. Europäische Kommission
- Wurtman RJ et al. (2006): Synaptic proteins and phospholipids are increased in gerbil brain by administering uridine plus docosahexaenoic acid orally. Brain Research 1088(1):83–92. PubMed
- Uridine monophosphate – chemische Daten (CAS 58-97-9, PubChem CID 6030). PubChem
- Uridine – Vorkommen in Lebensmitteln und Bioverfügbarkeit. Wikipedia (mit Primärquellen)
Stand: September 2026. Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise.





